Die Magenbewegungen der Krähe und Dohle und ihre Beeinflussung vom Vagus

  • Ernst Mangold
  • Published 2005 in
    Pflüger's Archiv für die gesamte Physiologie des…

Abstract

Die Dauer der einzelnen, einander normalerweise ohne Pause folgenden Magenbewegungen beträgt bei Nebelkrähen 11,9, bei Dohlen 13,4 Sekunden (beim Huhn 15–20 Sekunden). Eine Veränderung dieses Rhythmus durch Hungerzustand und Fütterung liess sich nicht nachweisen (im Gegensatz zum Huhn). Die vom Muskelmagen der Krähe und Dohle mittelst der Ballonsondenmethode aufgezeichneten Kurven zeigen meist einen dikroten Typus. Die gelegentlich zu beobachtenden Gruppenbildungen und Tonusschwankungen lassen eine gewisse periodische Veränderung der sonst überaus regelmässigen Magenbewegungen erkennen. Die Nervi vagi besitzen einen frequenzsteigernden, ferner tonuserhöhenden wie auch einen hemmenden Einfluss auf die Magenbewegung. In erster Linie tritt normalerweise die acceleratorische Wirkung hervor. Periphere Vagusreizung hat nach kurzer Hemmung eine Erregung der Magenbewegungen mit Frequenzsteigerung und meist auch Tonuserhöhung zur Folge. Zentrale Vagusreizung bewirkt, auch nach Durchschneidung beider Vagi, Hemmung. Der Muskelmagen der Krähen und Dohlen bildet ein besonders geeignetes Demonstrations- und Versuchsobjekt für die rhythmischen Magenbewegungen.

DOI: 10.1007/BF01691453

Cite this paper

@article{Mangold2005DieMD, title={Die Magenbewegungen der Kr{\"a}he und Dohle und ihre Beeinflussung vom Vagus}, author={Ernst Mangold}, journal={Pfl{\"{u}ger's Archiv f{\"{u}r die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere}, year={2005}, volume={138}, pages={1-13} }