Die Herkunft des Fruchtwassers im menschlichen Ei

Abstract

Die ErSrterung der Frage naeh der Herkunft des Fruehtwassers ist bisher zu keinem endgtiltigen Absehluss gelang~. Gegenw~irtig stehen sieh zwei Ansehauungen streng gegeniiber. Ott , Ahl fe ld , Feh l ing u. A. m. behaupten, das Fruehtwasser set lediglieh ein Transsudat aus den Deeiduagef~ssen, G u s s e r o w dagegen und seine Sehule sueht den Naehweis zu fiihren~ dass die Nieren des FStus Ham produeiren, der sieh in den Fruehtsaek entleert. In den letzten beiden Dezennien verging kaum ein Jahr~ in dem nieht aus dem einen oder dem anderen Lager ein Beweis fiir diese oder jene Auffassung erbraeht wurde. Es daft wohl behauptet werden, dass die Gusserow'sehe Theorie yon Jahr zu Jahr mehr AnMnger gewinnf. Die Frage naeh der tterkunft des Fruehtwassers ist durehaus nieht etwa jiingeren Datums. S c h r e v e , 1) der in ether umfangreiehen Arbeit einen 7~kritiseh-historischen '~ Ueberbliek tiber die Ansehauungen giebt, die beziiglieh dieser Frage geherrseht haben, erw~hnt die Vorstellungen Demokrit's~ Epikur's, Hippokrates' yon tier Entstehung und der Bedeutung des Fruehtwassers. Von all' den im Alterthum aufgestellten Theorien[mSehte ieh nur die Galen 's anfiihren, naeh der das Fruehtwasser ein Sehweissprodukt tier fSt~len Haut ist. Aueh im Mittelalter war die Frage naeh der Herkunff des Fruchtwassers Gegenstand vielfacher ErSrterungen. Ohne auf die einzelnen Anschauungen n~her einzugehen, nenne ieh

DOI: 10.1007/BF01674758

Cite this paper

@article{Silberstein2005DieHD, title={Die Herkunft des Fruchtwassers im menschlichen Ei}, author={Dr. Adolf Silberstein}, journal={Archiv f{\"{u}r Gyn{\"a}kologie}, year={2005}, volume={67}, pages={607-622} }