Die Form als Reiz

  • Published 2005 in Naturwissenschaften

Abstract

The neuromotor appara tus of Paramaecium. (Charges William Bees, Univers i ty of California publications in Zoology 20, 14, 1922.) Mit Ifilfe der Malloryfgrbung and Heidenhains Eisenhgmatoxyl in fund Bees bet Paramaecien (Pantofiel t ierchen) s in auBerordentlich feines and reich verzweigtes System yon Fasern. Diese Fasern entspr ingen alle an ether Stelle kurz vor dem Cytostom an tier Oralseite der Tiere und lassen sich nach ihrer Lage in versehiedene ]3findel zusammeniassen. Zwei ]3iindel, ein orales und eta aborales, ziehen sis , ,peripherische Fase rn" zu den Basa lkhrnern der Cilien (Wimpern) and zu den inneren Enden tier Trichocysteu (zarte Stgbchen, die sich auf Reize bin ver tgngern and ausgeschleuder~ werden khnnen, also wahrseheinlieh Verteidigungsorgane). Zwei andere Biindel ziehen zu den Membranellen (besonders s t rukmr i e r i e Citien) in der Gegend des Cy~ostoms und des Cytopharynx. Diese morphologischen Befunde, dab n~tmlieh die Fasern zu den BasalMJrnern der Cilien und zu den Trichoeysten, den , ,Verteidigungsorganen", ziehen und dab sic nile yon einem , ,Zentrum" auslaufen, sowie die grebe Feinhei t tier Elemente, legten dem Verfasser den Gedanken nabs, dab es sich bier weder um kont rak t i l e Fasern noch um Stfitzsubstanzen handle, sondern um ein Reizleitungssystem, dessert Zent rum eben diese gemeinsame Ursprungsstel le der Fasern set. Die zur Entscheidung dieser Frage unternommenea Versuche scheinen auch diese AnnaJ~me zu rechtiert igen. Bet Verletzung der Region des ,,neuromotorischen Zent rums" zeigte sich eine Sthrung der Koordinat ion des Cilienschlages, und beim Durchschneiden der cytopharyngealen Fasern zeigten sich vor und h in te r dem Schni t t Verschiedenheiten in Frequenz und Ampli tude des ViVimperschlages. Bet der Teilung der Tiere f indet eine weitgehende Riickund Neubildung des , ,neuromotorischen Systems" start , die jedoch in ihrer Ausdehnung nicht genau verfolgt wetden konnte. Es konnte aber festgestell~ werden, dais sowohl das , ,neuromotorische Zen t rum" sis such die cytostomalen und pharyngealen Fasern, vielIeicht such die peripheriseheu Fasern des vorderen Tochter%ieres vhllige Neubildungen stud. The pseudopodial method of feeding by t r ichonymphid flagellates parasitic in wood-eating termites. (Olive Swezy, Univers i ty of California publications in Zoology 20, 17, 1923.) Bet den Flagel laten (GeiBelt ierchen) finder die Nahrungsaufnahme im allgemeinen an ether bes t immten StelIe des Khrpers nake der GeiBelbasis start . Nur wenige Formen, wie die Rhizomastigiden, nehmen ihre Nahrung wie Rhizopoden (WurzelfiiBer) an beliebiger Kiirperstelle auf, indem sie Pseudopodielt bilden. In im Darm yon holzfressenden Termiten vorkommenden Flagella{on, den Trichonymphiden, fund ~man zwar stets viele Nahrangspar t ikel (kleine Holzstfiekehen), ohne dab die Frage gek l~r t war, auf welchem Wege sie in den Khrper der Tiere aufgenommen warden. Es gelang ~wezy, diese Trichonymphiden (Trichonympha and Leidyopsis) bis zu 6 Stunden lebend un te r dem ~Vlikroskop zu beobachten und so einwandirei die A r t und Weise ihrer Nahrungsaufnahme festzustellen. Am vorderen Khrperende besitzen diese Tiere viele lange GeiBeln und ein wohI differenziertes Ektoplasma, wghrend das hin%ere Ktirperende ohne Gei£¢eln und nu t mi t ether diinnen Ektoplasmahaut bedeckt ist. ])as Vorderende is t in stgndiger, yon vorn nach h in ten verlaufender wellenfiirmiger Bewegung, wtihrend das l=iinterende mehr passiv iu seiner Gestal t vergnder t wird. Im t t in te r ende befinden sich such die als Nahrung dienenden Mit te i lungen. 283

DOI: 10.1007/BF01506189

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@article{2005DieFA, title={Die Form als Reiz}, author={}, journal={Naturwissenschaften}, year={2005}, volume={12}, pages={283-284} }