Die Erschlaffung des Herzmuskels durch nervöse und durch directe Reizung

Abstract

Als ich im Jahre 1873 die merkwiirdige Thatsache 1) fand, dass der Frosehventrikel auf eine w~hrend der Systole ihn treffende mechanische Reizung augenblicklich mit localer Erschlaffung antwortet, obwohl der tibrige, nicht gctroffene Thcil des Ventrikels in seincr Contraction fortf~hrt und darin verharrt: war mit sogleich klar, dass in dieser, mit dem damaligen Standpunkte unserer Einsicht in die physiologische Herzinnervation unerkl~rlichen Thatsache, wTM auch in der gesammten Muskelphysiologie einzig" und unvermittelt dasteht, vielleicht tin Punkt zu finden sel, um Licht in das Dunkel der tterzinnervation zu bringen, welches bis dahin eigentlich durchjede neu entdeckte Thatsachenur noch undurchdringlicher gemacht worden war. Ich hatte damals schon nach allen Richtungen diese Thatsache experimentell n~her aufzuhellen versueht, und bin in der That, wie ich jctzt sehe, auch sehr nahe an die eigentliche Erklarung herangekommen, n~mlich durch die weiteren, damals schon gefundenen Thatsachen, dass diese Muskelreizerschlaffung, wie ich sit von jetzt an kurz nenncn will, w~hrend der Systole auch auftritt, wenn der mechanische Reiz w~hrend

DOI: 10.1007/BF01802959

Cite this paper

@article{Rossbach2005DieED, title={Die Erschlaffung des Herzmuskels durch nerv{\"{o}se und durch directe Reizung}, author={Prof. Dr. M. J. Rossbach}, journal={Archiv f{\"{u}r die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere}, year={2005}, volume={27}, pages={197-202} }