Die Einwirkung des Kaliumions auf die Elektrische Erregbarkeit

Abstract

masse kreuzt in der Decussatio Forel in der H6he der hinteren H~lfte des roten Kernes. Es ist daher, worauf uns Prof, HELD aufmerksam machte, bei isolierter Durchtrennung der Fordschen Kreuzung Sehwinden der Stellfunktion und Auftreten der typischen Enthirnungsstarre zu erwarten. Die Kret~zung liegt beim Kaninchen 3--3x/~ mm dorsal yon der Ventralfl/iche des Mittelhirns. Es ergab sich nun tatsgchlich, dab nach medialem Einstich yon der ventralen Fl~iche des Mittelhirns her in der H6he der Kreuzung die Stellfunktion erhalten und normale Tonusverteflung vorhanden ist, wenn der Stich 2~/2 mm eindringt (5 Versuche), w/~hrend nach Einstichen yon 3x/~ mm Tiefe Enthirnungsstarre eintri t t and die Stellfunktion erloschea ist (4 Versuche). Die mikroskopische Untersuchung yon Kaninchen B (31/~ mm) ergab, dab der Schnitt gerade die Forelsche Kreuzung durchschnitten hatte. (Die Decussatio bracchii conjunctivi war nur sehr leicht l&diert, ein Fasciculus praedorsalis wurde mit durchtrennt. Die Bedeutungslosigkeit dieser beiden Bahnen fiir die hier untersuchten Funkt ionen ergab sich in anderen Versuchen.) Das gleiche Ergebnis hat ten Versuche, in welchen zun/ichst die Querdurchtrennung yon dem Thalamus vorgenommen wurde, and dann yon der Mitre der Schnittfl/iche aus ein Faden in der Medianebene zuerst in caudaler and dann in ventraler Richtung gefiihrt wurde, so dab er an der Ventralfl&che des Mittelhirns austrat und dorsal and caudal yon der Forelschen Kreuzung verlief. Die Tiere zeigten normale Tonusverteilung und intakte Stellfunktion. Wurde nunmehr der Faden in der Medianebene ein wenig angezogen, um die Forelsche Kreuzung zu durchtrennen, so t ra t Enthirnungsstarre auf und die Stellfunktion verschwand. Durchtrennung der rubrospinalen Bahn in der Forelschen Kreuzung hebt also die hier untcrsuchten Funktionen au]. IV. Die letzte Aufgabe war Zerst6rung der roten Kerue. Dieses gelingt durch beiderseitige Einstiche ins Mittelhirn im Niveau des Oculomotoriusaustrittes yon der lateralen F1/iche her, dorsal vom GroBhirnschenkel, wobei das Messerchen fast bis zur Mittellinie geffihrt und seine Spitze in naso-occipitaler Richtung etwas hin u nd her bewegt wird. Bisher sind 2 F/ille dieser Reihe mikroskopisch untersucht. Das eine Kaninchen hatte nach dem Eingriff normale Tonusverteilung und intakte Stellfunktion gezeigt, dementsprechend verliefen die Stichkan/ile caudal vom roten Kern und dorsal yon der rubrospinalen Kreuzung. Das andere Kaninchen war starr und hatte keine StelKunktion. In Ubereinstimmung hiermit fand sich, dab beide roten Kerne dutch die Einstiche vernichtet waren.

DOI: 10.1007/BF01726959

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@article{Frank2005DieED, title={Die Einwirkung des Kaliumions auf die Elektrische Erregbarkeit}, author={Edmund H Frank and Martin Nothmann and A. C. W. Wagner}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={2}, pages={405-406} }