Die Deutung der Harnstoffwirkung beim Hirnödem

Abstract

Zum Verst~ndnis der Harnstoffwirkung beim HirnSdem mul~ kurz auf die elektronenmikroskopischen Befunde sowie experimentelle Ergebnisse zur Kl~rung der Pathophysiologie des ttirnSdems eingegangen werden. Aus elektronenoptischen Befunden ging eindeutig hervor, dab dem HirnSdem grundsi~tzlieh ein anderer Pathomeehanismus zugrunde liegt als dem C)dem anderer Organe. Die 0demflfissigkeit nimmt ns nieht den interstitiellen Raum ein, sondern fiihrt ausseh]iei~lieh zu einer VergrSl~erung des Intracellul~rraumes 3, ~. Damit muB die Ursache im Bereieh regulativer Vorg~nge an der Zellmembran liegen. In den letzten Jahren haben wir gezeigt, dab die prims StSrung beim ttirnSdem nach Entgleisung des Energiestoffwechsels der Zelle eine Hemmung des aktiven Kationentransportes an der Zel]membran ist, wodureh intraeellul~r Natrium angereiehert wird. Aus osmotisehen Grfinden folgt Wasser in die Zelle nach. Es kommt damit zur Volumenvermehrung. Dieser Meehanismus ist sowohl fiir das traumatische HirnSdem, wie ffir das hypoxisehe und toyAsehe als auch ffir das Hirn5dem in tiefer Hypothermie nachgewiesen ~, 2, 11, 1~

DOI: 10.1007/BF01449457

Cite this paper

@article{Brendel2005DieDD, title={Die Deutung der Harnstoffwirkung beim Hirn{\"{o}dem}, author={Walter Brendel and Alexander J Baethmann and H. -J. Reulen}, journal={Langenbecks Archiv f{\"{u}r klinische Chirurgie}, year={2005}, volume={313}, pages={970-974} }