Die Österreichische Gesellschaft für Psychosomatik in der Inneren Medizin

Abstract

Hauptziele sind neben der Vernetzung auch die Fortbildung zu psychosomatischen Themen und die Vermittlung der in der Ausbildung zum Facharzt/zur Fachärztin für Innere Medizin im Ausbildungskatalog geforderten Kenntnisse in der Psychosomatischen Medizin. Es werden regelmäßig Jahrestagungen der ÖGPIM veranstaltet (zuletzt 117 TeilnehmerInnen), und es wird jedes Jahr eine Hauptsitzung an der Jahrestagung der ÖGIM ausgerichtet. Zusätzlich bieten wir psychosomatische Fallsupervisionen an. Einzelne Mitglieder sind aktiv in gesundheitspolitischen Gremien vertreten, und es wurden Qualitätskriterien für eine psychosomatische stationäre und ambulante Versorgung erarbeitet. Im Rahmen der Subkommission „Psychosomatik“ des Obersten Sanitätsrates wurden auch die Einführung eines Zusatzfaches „Psychosomatische Medizin“ befürwortet und Ausbildungskriterien vorgeschlagen. Zudem konnten Neuerungen in der Leistungsabrechnung erreicht werden, da nun internistische psychosomatische Abteilungen eine Abgeltung ihrer stationären und tagesklinischen psychosomatischen Therapie bekommen, was bisher nur psychiatrischen Einrichtungen möglich war. Da in mehreren wissenschaftlichen Studien der Bedarf für eine psychosomatische Betreuung mit etwa 30 % aller PatientInnen im Bereich der Inneren Medizin (stationär und ambulant) angegeben wird, ist die Integration von psychosomatischen Einrichtungen (Ambulanzen und stationäre Einrichtungen) eines der Hauptziele der ÖGPIM. In mehreren internistischen Additivfächern (Gastroenterologie, Kardiologie, Diabetologie, Geriatrie) wurden psychosomatische Arbeitsgruppen durch ÖGPIM-Mitglieder etabliert, weitere sind geplant (z. B. Rheumatologie). Im Rahmen der Arbeitsgruppen für Psychokardiologie und Psychosomatik in der Gastroenterologie sowie der Diabetologie werden jährlich Kurse und Fortbildungen veranstaltet. Damit kann die Psychosomatik in der Ausbildung zu internistischen Fächern auch in Forschung und Versorgung integriert werden. Wir sind in Leitlinienerstellungen auf nationaler und europäischer Ebene eingebunden, um die psychosomatische Diagnostik und Therapie für wesentliche internistische Krankheitsbilder zu gewährleisten. Nicht nur die nationale, sondern auch die internationale Vernetzung sind weitere Anliegen der ÖGPIM. Die Präsidentin der ÖGPIM ist eine der drei KoordinatorInnen für das Netzwerk Psychosomatik in Österreich und leitet auch eine Special Interest Group der European Association of Psychosomatic Medicine (EAPM), welche Symposien auf internationaler Ebene ausrichtet. Am 08.03.2014 findet wieder die Jahrestagung der Gesellschaft im Schloss Wilhelminenberg statt. Anmeldung ist online über die homepage der ÖGPIM: www.oegpim.at möglich. Die Integration psychosozialer Aspekte in die Innere Medizin ist ein gesundheitspolitisches Anliegen, für das die ÖGPIM steht. Nur eine integrierte Psychosomatik kann dem wachsenden Anteil psychosomatischer Beschwerdebilder im Rahmen internistischer Erkrankungen gerecht wird.

DOI: 10.1007/s00508-013-0441-0

Cite this paper

@article{Moser2013DieG, title={Die {\"{O}sterreichische Gesellschaft f{\"{u}r Psychosomatik in der Inneren Medizin}, author={Gabriele Moser}, journal={Wiener klinische Wochenschrift}, year={2013}, volume={125}, pages={635-636} }