Der artifizielle Sphinkter für die Inkontinenztherapie

Abstract

Während der letzten 40 Jahre wurde der artifizielle Sphinkter (AUS) erfolgreich implantiert. Dabei wurde die weitverbreitete Akzeptanz der Behandlungsmethode durch kontinuierliche technische Verbesserungen gewährleistet. Die Hauptindikation besteht nach wie vor bei der Inkontinenz nach Prostatektomie; in diesem Patientenkollektiv sind >90% mit dem Behandlungsergebnis zufrieden. Außerdem kann der AUS bei ausgewählten Patienten mit neurogener Blasenfunktionsstörung und bei angeborenen oder erworbenen anatomischen Fehlbildungen der Urethra eine Alternative zur Harnableitung darstellen. Trotz der geleisteten Fortschritte können Komplikationen wie Infektionen und Arrosion auftreten und in bis zu 20% der Fälle zu Revisionen oder Zweiteingriffen führen. Operative Expertise und die genaue Einhaltung der aseptischen Bedingungen sind daher obligate Voraussetzungen. The artificial urinary sphincter (AUS) has been successfully implanted in the last 40 years. Continuous improvement of the AUS and increasing experience with the device has led to its widespread acceptance. The major indication is still post-prostatectomy incontinence. In this collective patient satisfaction was reported in over 90%. In a number of patients with neurogenic bladder dysfunction and congenital or acquired anatomical disorders of the urethra, an AUS can be an alternative to urinary diversion. Nonetheless, complications such as infections and erosions are still a problem, leading to revisions and secondary procedures in up to 20% of the cases. Therefore, operative expertise and precise execution of aseptic rules are basic prerequisites.

DOI: 10.1007/s00120-010-2265-0

Cite this paper

@article{Djakovic2010DerAS, title={Der artifizielle Sphinkter f{\"{u}r die Inkontinenztherapie}, author={Dr. N. Djakovic and Jody N Huber and Joanne N. Nyarangi-Dix and Markus Hohenfellner}, journal={Der Urologe}, year={2010}, volume={49}, pages={515-524} }