Dasselbe, XI. Mitt. Über Beziehungen zwischen Struktur und Volumen der somatischen Kerne bei Larven von Anopheles maculipennis

  • Chromosomenmatrix der L6sung, SpaItung der Chromosomen
  • Published 2005 in Protoplasma

Abstract

w~hnten grundlegenden Probleme vollends aufzuklitren. Die zitierten Studien der japanisehen Forscher k6nnen als Beispiel einer derartigen vielseitigen Anwendung der morphologisehen und physikalisch-chemisehen Methoden zur L6sung des Chromosomenproblems dienen. Die Autoren konnten die Beobaehtungen yon F u j i i best~tigen, wonach die Chromosomen der heterotypen Teilung einen doppelten Spiralbau aufweisen, und erfanden ein neues Verfahren, das diese Struktur leicht sichtbar macht. Sie behandeln aus Pollens~cken ausgepre~te Pollennlutterzellen mit Ammoniumd/~mpfen (1, 2), unter deren Einwirkung die Chromosomenmatrix der L6sung unterliegt, w/~hrend die Spirale sich streckt und so besser zutage tritt. Je nach der Art der Behandlung mit Ammoniumd/impfen wird entweder nur die Matrix der gr6Beren Spirale oder sogar auch die Matrix der Spirale zweiter Ordnung gelSst. In diesem Fa]le bleiben die verflochtenen Chromonemata zuriick, deren Kn~uel den Bau des Ruhekernes t/~uschend imitiert (2). Vitalbeobachtungen an Stabfadenhaarzellen yon Tradescantia beweisen, dal~ sich der Ruhekern aus einem Kn/~uel Chromonemaf/iden zusammensetzt, die sich in der Prophase spiral. f6rmig einkrfimmen. Von der sla/tten Prophase an bis zum Beginn der Telophase ist der Spiralbau der Chromosomen unsichtbar, in 'der Telophase treten die Chromonemata wieder auf. Besonders effektvoll sind die Beobachtungen im Dunkelfeld (3). In denjenigen Stadien, in denen der Spiralbau der Chromosomen nicht zutage tritt , sind die Chromonemata aufgequollen und die Chromosomen bleiben dunkel. In denjenigen Stadien dagegen, in denen das Chromonema deutlich auftritt, leuchtet es mehr oder minder. D i e Beobachtungen im Polarisationsmikroskop (4) stimmen mit den frfiheren Angaben fiberein, wonach in der heterotypen Teilung eine doppelte Spirale, w/thrend in der somatischen und hom6otypen eine einfache Spirale auftritt. Unerwartet war das Ergebnis bei der ersten Teilung der Pollenkornkerne: das Resultat ist bier gleich wie bei der heterotypen Teilung. Ursache und Bedeutung dieser Erscheinung werden yon den Autoren nieht erl/~utert, Bei ihren Betrachtungen fiber die Art und Weise, wie der Spiralbau der Chromosomen zustande kommt (5), bedienen sich die Autoren neben der Eigenbeobachtungen aucb des Rankenmodelles yon L u f f a bzw. eines Drahtmodelles. Der Spiralbau kommt eher durch innere Kriimmungen des Chromonema selbst, als infolge Einwirkung gul~erer Faktoren, z .B. des kontrahierenden Einflusses der Matrix, zustande. Die Autoren benutzten die Ammoniumdampfmethode aueh zur Beantwortung der Frage, wann die SpaItung der Chromosomen erfolgt (6). In den Er6rterungen fiber dieses Thema knfipfen die Autoren an die Quellungsund Entquellungsvorg/inge in den Chromosomen in gewissen Mitosestadien, sowie an den Mizellarbau der Chromosomen an. W. A. B e c k e t (Warszawa).

DOI: 10.1007/BF01628717

Cite this paper

@article{L6sung2005DasselbeXM, title={Dasselbe, XI. Mitt. {\"{U}ber Beziehungen zwischen Struktur und Volumen der somatischen Kerne bei Larven von Anopheles maculipennis}, author={Chromosomenmatrix der L6sung and SpaItung der Chromosomen}, journal={Protoplasma}, year={2005}, volume={26}, pages={629-630} }