Das „Keining-Zeichen” bei Dermatomyositis

Abstract

tosen des Nagelhäutchens können auftreten [4, 5, 7]. Von Interesse sind Beobachtungen, daß die beschriebenen Nagelerscheinungen bei Besserung der Dermatomyositis verschwinden und bei Rezidiven erneut auftreten [5].Auch korrelierende Verläufe der GOTund GPT-Serumwerte mit der Schwere der Nagelsymptome konnten gezeigt werden [5]. Die Pathogenese der Nagelveränderungen wird in einer zirkulatorischen Stase und einer Erweiterung der verstärkt gewundenen Kapillarschlingen des Nagelfalzes vermutet [5]. Da Veränderungen des Nagelhäutchens auch bei anderen Kollagenosen wie Sklerodermie oder Lupus erythematodes auftreten können, schlagen wir vor, den Begriff „Keining-Zeichen“ für das schmerzhafte Zurückschieben der Kutikula bei Kollagenosen zu verwenden. Der Begriff „Keining-Zeichen“ wird in einigen deutschsprachigen Lehrbüchern wie im Lehrbuch von Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH Dermatologie und Venerologie [1] oder im Lexikon und Differentialdiagnose der klinischen Dermatologie von C. Schmoeckel [6] erwähnt. Im angelsächsischen und romanischen Sprachraum ist diese Bezeichnung nicht geläufig. ■ Leseranfrage

DOI: 10.1007/s001050050796

Cite this paper

@article{Kunte1998DasB, title={Das „Keining-Zeichen” bei Dermatomyositis}, author={Christian Kunte and Gerd Plewig}, journal={Der Hautarzt}, year={1998}, volume={49}, pages={596-597} }