Capillarformen bei Schwachsinnigen und ihre Beziehungen zur geistigen Entwicklung

  • Dr. H. K. Kahle
  • Published 2005 in Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten

Abstract

Die Untersuchung des jugendlichen Schwaehsinns zeigt, dab nicht nur die Gehirnanatomie, sondern der gesam~e K6rperbau der Sehwachsinnigen beriicksichtig~ werden muG. So haben nach dem Ausbau der Capillarmikroskopie durch Ot]ried Mi~ller un4 seine Mitarbeiter vor ahem W. Jaensch, Wittneben und Hoep/ner den Hautcapillaren bei Schwaehsinnigen un4 Hilfssehfilern ihre Aufmerksamkeit zugewandt, nlit dem Ergebnis, in Kropfgegenden eine ~emmungsform der Capillaren, die ,,Archicapillaren" verbreitet zu linden. Unsere eigenen Beobaehtungen s~fitzen sich auf die Untersuchung der Capillarformen bei 507 geisteschwachen Insassen der Anstalt Langenhagen, deren Krankenmaterial einer kropffreien Gegend entstammt. Unter ihnen beanspruehen 253 jugendliche Schwaehsinnige ein erhShtes Interesse, well zu der Frage nach dem Aussehen ihrer Capillaren die Frage naeh einer m6glichen geistigen Weiterentwicklung des Kindes tritt. Untersueht wurde am NagelfMz und dem angrenzenden Fingerriieken mit der Siedentopfschen Einrichtung der Firma Zeiss. Die Bilder sind im gleichen Gr6Benverh~ltnis gezeichnet. 92 zum Vergleich untersuchte normMe Sehulkinder der hiesigen Gegend zeigten groBe Einheitlichkeit ihrer Hautcapillaren, (die be]~annte schlanke Haarnadelform, einige Achtertouren, gut erkennbare Differenzierung in arteriellen und ven6sen Schenkel, perio4isch wechselnde DurehstrSmung). (Siehe Abb. 1.) ~bergangsformen (W. Jaensch) fanden sich nur 5mM in st~rkerem ~aBe. Von diesen 5 Kindern gMten 3 Ms sehleehte Schiller. ~ Die Befunde an den 253 Idioten uncl jugendlichen Imbecillen lassen sich einigermaBen zwanglos in drei Gruppen einordnen.

DOI: 10.1007/BF01825668

Cite this paper

@article{Kahle2005CapillarformenBS, title={Capillarformen bei Schwachsinnigen und ihre Beziehungen zur geistigen Entwicklung}, author={Dr. H. K. Kahle}, journal={Archiv f{\"{u}r Psychiatrie und Nervenkrankheiten}, year={2005}, volume={81}, pages={629-640} }