C. V. L. Charliers Untersuchungen über den Aufbau einer unendlichen Welt

Abstract

entsprieht, die ihr eing~borene Asymmetric ,aufgehoben und in ihr GegenteiI verkehrt werden wih'de. Ganz ~hntich lielien sick ?d~bertegungen anstellen tiber die Einwirkung yon Nerven, die sine Stelle ~bevorzugen, und ,dann na~iirlieh ~ewell's v.on der Stelle aus, an welcher sie einwachsen, nach beiden ~Seiten fortschreitend wirken, so dal~ spiegelbitdlich zu .der Anfangsstelle orientierte Differenziera~ngen hera.uskommen. Wir kbnnen bier erst in den. gr5bsten Umrissen sehen, wetche Aufklgrungen weitere Experimente fiber die Entstehung der Doppelm~bilduagen nnd Verdoppelungen b~ri.ngen werden. A(ber es ist zweifettos, da]~ ~hier des Fundament ge~egt ist, auf welchem weiter gebaut we~den ~irulL Ich mS~hte zum Sehlu9 ant .die normMen, ni,eht verdoppelten Gli,edma~en zurfi6kkommea. Deaken wir uns zwei Tetraeder in tier Lage einer norma'len rechten und ]inken Gliedma~e (Fig. 18), so isi bier s ine Einwirkung .sei~ens des Xilieus in der Richtuag der Pfeile sehr leicht mSglich; m~n denke auch bier .an das (E'inwaehsen yon GefgJen, oder tqerven, welche von~ tRiieken der Larve her aussprossen (axiale Organs als Ausgangspunkt), o.der an ,die lZlL~du.ng des XSrpers, wele]ae dorsal einen anderen tZadius hat ale ventral. LNur ein Faktor ~.at sigher keix~en ~E,influl~, w, elcher auf den ersten Bliek ~[ir wichtig gehal~en werden kSnate, nitmlich die Schwerkraft. Die Em~bryonen liegen .n~mlieh w~ihrend der friihen Entwicklnng meistens au£ der ~Seite. Die Ausdriic2e ,,dorsaY' und ,,ventral" sind also a]s altgemeine Richtungsbezeichnnngea im Sinne ,des filbHchen .Wi~beltierschemas, .nieht ale jeweillge A~ar~ken £iir die Orient ierung im Raume zu verstehen. iStimmen im a]tgemeinen .die :Pro'b.leme der 1Rechtsnnd L~n'ksbestimmung be~ normaten nnd superregene~isehen Gliedmal]en ~fir unsere ~J~)erleguagen iiberein, so ist dock au.f einen~ Unterschied a,lffmerksam zu vaa ehen, der sick aus den bisherigen Ergebnlssen tier Experiments ergibt. Bei normalen Gliedmaflen, welche verpflanzt wetden, hat sich die innere Polarit~t in kraniokaudaler Riehtung nicht aufheben la.ssen, .d.h. der Buchstabe K ~m ~Sch, em~ der Fig. 18 blei~bt a'n seinem Platz i~merhalb :der An'lags, aueh wean man sle beliebig dreht. Bei den Yerdoppelungen jedoch vermag sine Gliedma.l~e at~eh in der Ri.chZun.g d er P~eilspitze unserer Schemata (Fig. 7) auszuwaehsen, also ~erade entgegen,gesetzt za der sonst ~est vorgeschriebenen Riehtung. MSglic'herweise werden .in ,diesen Fi~lten Fg.higkeiten alctiv, welahe ,auch die originals Glied~ma~ena~].a,ge hat, nur in ~rtiheren Stadien ale d'enjenigen, in welchen tier ~Experimentator ,bisher eingreifen koa~fe. Wiir,e es mSglic~., ,bei geeigneten Objekten die Glledma~ena~Iage in neck frfih.eren Stadien als dem tier [Fig. 1 .a ~anf, zufi~nd.en, so. w~re aueh in ihr ~elleieht nook ~aicht unverriiek~aar ~estgel.egt, w,as Vorn lind Hinten wer.den sell. In sp~teren Stadien kSnnten solch.e-,sonst latente Kr~fte ~ei,ner ~ein.ung sa~aeh ,bei der Superregeneratlen, bei tier altes .gteiehsam ga~z yon vern anfiingt, fiber den Aufbau einer unendliehen Weir. 481

DOI: 10.1007/BF01564949

Cite this paper

@article{Bernheimer2005CVL, title={C. V. L. Charliers Untersuchungen {\"{u}ber den Aufbau einer unendlichen Welt}, author={W. E. Bernheimer}, journal={Naturwissenschaften}, year={2005}, volume={10}, pages={481-484} }