Blockierung versus Hypermobilität

Abstract

Die Krachgeräusche, die bei gewissen Behandlungsformen an der Wirbelsäule erzeugt wurden, gaben Veranlassung, nach dem Substrat dieses Phänomens zu suchen. Es entstanden Hypothesen wie die Gelenkstellungsanomalien (Kopfgelenke, Iliosakralgelenk). Später wurde die Blockierung, eine vertebrale, segmentale Beweglichkeitseinschränkung, das Ziel der sog. Manipulationen. Sie soll auch bei Patienten in tiefer Narkose gefunden worden sein – ein allerdings nicht objektivierbarer klinischer Befund, der weiterhin einer wissenschaftlichen Analyse bedarf. Die Befundung der segmentalen Beweglichkeit der Wirbelsäule ist jedenfalls ein deutlicher Fortschritt in der konservativ-orthopädischen Wirbelsäulenuntersuchung. Nach der Lehre der Pathologie lassen sich Krankheitserscheinungen gegenüber der Eufunktion in Hyperund Hypofunktionen unterscheiden. Im Bereich der Wirbelsäule wäre dies im Gegensatz zur Blockierung die Hypermobilität – das ständige Überschreiten der von Natur aus vorgesehenen Gelenkbeweglichkeit, speziell die Instabilität, ein vermehrtes translatorisches Gleiten im Bewegungssegment. Diagnostik der segmentalen Hypermobilität

DOI: 10.1007/s00337-012-0924-5

Cite this paper

@article{Tilscher2012BlockierungVH, title={Blockierung versus Hypermobilit{\"a}t}, author={Univ.-Prof. Dr. H. Tilscher and Erwin Graf}, journal={Manuelle Medizin}, year={2012}, volume={50}, pages={315-316} }