Bemerkungen zu der Arbeit von Seckfort „Die Serumlipoide unter besonderer Berücksichtigung des Plasmalogens. II. Mitteilung“

Abstract

Kiirzlich berichtete SECKFORT ~ iiber das Verhalten des Plasmalogens ( = Acetalphosphatide) im Serum nach verschiedenen Kostformen. Die Ergebnisse stehen, soweit sis eigene ~hn]iche Untersuehungen ~ betreffen, mit diesen in guter ~bereinstimmung. Da dem mit der .Materie weniger vertrauten Leser Unterschiede in der H5he der yon SECKFOnT und mir angegebenen Werte auffatlen kSnnten, sei auf fotgendes hingewiesen: SECKSO~T gibt die Werte als Plasmalogsn an, welchem zur Bereehnung die 1939 yon FEt~LGEN und BE~sI~ S aufgestetlte Strukturformel der Acetalphosphatide mit einem mittleren Molekulargewicht yon 451 zugrunde gelegt ist. In allen eigenen bisherigen Untersuchungen wurden die Werte als Plasmal mit einem mittteren Molekulargewieht yon 254 (bereehnet aus den Molekulargewichten des Stearinund Palmitinaldehyds nnter der Annahme des Vorliegens zu gteichen Teflen) angegeben. Da nach den Untersuehungen yon KLENK und DE~UC~ ~ die alte FEVLGE~sche Strukturformel nicht mehr als zutreffend angesehen werden kann, die endgiiltige Strukturaufklgrung aber noeh aussteht, mSehte ieh vorsehlagen, znmindest vorli~ufig bei Untersuchungen aber die Acetalphosphatide die Werte als Plasmal und nicht als Plasmalogsn anzugeben, um sine unn5tige Verwirrung zu vermeiden. Auch TmELE ~ bereehnet neuerdings die Werte als Plasmal. Beziiglich des yon SECKFO~T beobachteten Anstiegs des Serumplasmalogens nach ,,eiweiBreieher" Kost ist zu bemerken, dab sich in den Ms Probekost verabreichten 250 g mageren Kalbfteisehes so betrachtliche Mengen Plasmalogen befinden, dab hieraus ein aIiment~rer Anstieg ohne weiteres erkl~rlich ist. In einer eigenen Untersuchung wurden in magerem Kalbfleisch 65 rag-% Plasma] gefunden. ~brigens wurde in allen Untersuehungen zur Strukturaufkl~rung der Acetalphosphatide yon ~EULG:EN und Mitarbeitern Ms Ausgangsmateria] stets Fleiseh benutzt. Inwieweit plasmalogenfreies Eiwei$ bei enteraler Zufuhr den Scrumplasmalogenspiegel beeinflul~t, geht demnach aus den Untersuchungen SECKFORTS nicht hervor. In mehreren F~llen beobaehtete SECKFO~T naeh der jewefligen Probemahlzeit einen voriibergehenden Plasmalogenabfall im Serum. Leider linden sich keine Angaben fiber die GrSBe der entnommenen Blutmengen, da durch BlutentnahKieI (Direktor: Prof. Dr. H. REINWEiN).

DOI: 10.1007/BF01467953

Cite this paper

@article{Leupold2005BemerkungenZD, title={Bemerkungen zu der Arbeit von Seckfort „Die Serumlipoide unter besonderer Ber{\"{u}cksichtigung des Plasmalogens. II. Mitteilung“}, author={Frida Leupold}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={33}, pages={1054-1054} }