Beitrag zur Symptomatologie der Sclerosis multiplex incipiens

Abstract

: Seit langem schon hat sich die Erkenntnis Bahn gebrochen, dab das yon Cha rco t alggestellte sog. ,,klassische" Bild der multiplen Sklerose in seiner Gesamtheit (Nystagmus + skandierende Sprache + Intentionstremor ~ spastisehe Paraparese der Beine) sich meist erst im weft vorgeschrittenen Stadium der Erkrankung finder: E. M filler 1) schiitzt sein Vorkommen auf nut 15~/o der Ges~mtf~lle. Und so ergibt sich eigentlich yon selbst die Frage: Warm darf bereits mit Sicherheit -auch bei Fehlen aller klassischen Symptome -die Diagnose auf multiple Sklerose gestellt werden ? Bei dem auBerordentliehen Formenreichtum dieser Erkrankung des Zentralnervensystems bietet die Beantwortung betrachtliche Sehwierigkeiten. Die Sehlfisse, die ich im folgenden zu ziehen versuche, stiitzen sieh auf insgesamt 155 einwand~ lreie F~lle, die im Laufe der Jahre 1910--20 auf de~ II. medizinischen Abteilung (Prof. Nonne) des Eppendorfer Kr~nkenhauses zur Beobachtung und Behandlung gekommen und jetzt katamnestiseh naehuntersueht worden sin& Nur dadurch, dab es mSglieh war, einen nicht kleinen Prozentsatz des umfangreichen Materials naeh langen und liingeten Jahren katamnestisch zu betraehten, konnte ein geniigender l~berblick fiber den Verlauf der Erkrankung gewonnen werden. Von den Fii]len entfallen 70 (45%) auf Frauen, 85 (54,8%) auf Miinner. Ihre statistische Auswertung beziiglich der Hguiigkeit des Auitretens der einzelnen Symptome und Symptomkomplexe ergibt folgende Resultate :

DOI: 10.1007/BF02332993

Cite this paper

@article{Bhmig2006BeitragZS, title={Beitrag zur Symptomatologie der Sclerosis multiplex incipiens}, author={Dr. med. Wolfgang B{\"{o}hmig}, journal={Deutsche Zeitschrift f{\"{u}r Nervenheilkunde}, year={2006}, volume={75}, pages={24-41} }