Beitrag zur Organtherapie der postoperativen akuten Tetanie

  • P Schneider
  • Published 2008 in Deutsche Zeitschrift für Chirurgie

Abstract

Die Theorie v o n d e r parathyreogenen Ursache der Tetanie hat festen FuB gefal3t, wenn man nach dem Gesamteindruck urteilt, der in der neueren Literatur sich wiederspiegelt, und auch die letzten Auflagen der Handbiicher haben derselben Rechnung getragen. V a s s a l l e und G e n e r a l i haben zuerst die These von der gesonderten Funktion der Nebenschilddriisen ausgesprochen: Nicht der Ausfall der Thyreoidea, wie man allgemein vordem annahm, sondern der Ausfall der Epithelk6rperchen ziehe das Auftreten der Tetanie nach sich. Die miihereichen Arbeiten wm P i n e l e s , E r d h e i m , P f e i f f e r und M e y e r und C h o s t e c k haben das Ihrige dazu beigetragen, diese Anschauung experimentell und wissenschaftlich zu fundierel~. L i ~ w e n t h a l und W i e b r e c l l t haben den Weg der Beweisf/ihrung rtickwSrts beschritten und wenn sie am Krankenbette durch Darreichung von Nebenschilddrfisensubstanz bestehende tetanische Symptome zur Besserung oder zum Schwinden brachten, so haben sie damit ex juvantibus den kausalen Zusammenhang wahrscheinlich gemacht. Es darf nicht verschwiegen werden, dab auch Stimmen gegen die neuere Auffassung laut wurden. So hf l t C a r o in einer Ver6ffentlichung aus den Grenzgebieten i9o8 unter Verwertung alter klinischer Erfahrungen und neuer eigener Eperimente strenge Kritik an den neuereu Arbeiten und h~lt den Beweis nicht fiir erbracht. P i n e 1 e s konnte in einer anderen Arbeit bei interner

DOI: 10.1007/BF02815598

Cite this paper

@article{Schneider2008BeitragZO, title={Beitrag zur Organtherapie der postoperativen akuten Tetanie}, author={P Schneider}, journal={Deutsche Zeitschrift f{\"{u}r Chirurgie}, year={2008}, volume={104}, pages={403-407} }