Beiträge zum Problem der Körperstellung

Abstract

In der ersten Mitteilung dieser Reihe 1) habe ieh fiber Versuche am Kaninehen beriehtet, naeh denen im Mittelhim die Zentren fiir die ,,Stellreflexe" liegen, dutch welehe das Tier die normale KSrperlage einnimmt und sieh darin erhMt. Es handelt sich dabei um des Zusammenwirken folgender,,Stellreflexe": 1. L a b y r i n t h s t e l l r e f l e x e auf den Kopf . Sie sind am besten zu untersuohen, werm des Tier f re i in der L u f t gehalten wird. Infolge yon Labyrintherregungen wird der Kopf aus jeder beliebigen La.ge naeh der Normalstellung hin bewegt (Scheitel oben, Unterkiefer unten, Mtmdspalte 20--400 naeh vorne gesenk~). Man kann dann den K6rper um den im Raume feststehenden Kopf nach allen Seiten bewegen. Die Labyrinths~ellreflexe ~ehlen naeh Exs~irpation der Labyrinthe. Ihre Zentren liegen ira Mi~te lh i rn . 2. S t e l l r e f l exe ~uf den K o p f d u t c h a s y m m e t r i s e h e R e i z u n g 4er sens ib len K 6 r p e r n e r v e n . Liegt der K6rper in asymmetrischer Lage auf dem Boden , so wird dutch asymmetrisehe Erregung der sensiblen KSrpernerven reflektoriseh eine Drehung des Kopfes zur Normalstellung zustande gebraeht. Der t~eflex l~sst sieh aufheben, wenn man den einseitigen Druek der Unterlage dureh Auflegen eines beschwerten Brettes uuf die obere K6rperseite kompensiert. Der Reflex ist each beim l~byrinthlosen Tier vorhanden. Seine Zentren liegen im Mittelhirn. -3. HMss te l l re f lexe . Sobald der K o p f in der Normalstellung steht, der K 6 r p e r aber noeh nieht, so wird durch die abnorme Haltung (Drehung,

DOI: 10.1007/BF01755084

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@article{Barenne2005BeitrgeZP, title={Beitr{\"a}ge zum Problem der K{\"{o}rperstellung}, author={J. G. Dusser de Barenne and Ruth Magnus}, journal={Pfl{\"{u}ger's Archiv f{\"{u}r die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere}, year={2005}, volume={163}, pages={405-490} }