Antiinsulin und äußere Pankreassekretion

Abstract

Seit der Entdeekung des Insulins ist immer wieder die Frage er5rtert worden, ob im KSrper gleiehzeitig aueh ein Antagonist, ein Antiinsulin, gebildet wird. Dureh die Arbeiten yon L o e wi 1) tiber das Glyk~min ist das Interesse ftir diese Frage besonders lebhaft geworden. Bekanntlieh verlegt Loewi die Bildungsstatte des Glyk~mins in die Leber; wean es ibm aueh nieht gelungen ist, die Substanz aus der Leber zu isolieren, so sttitzt er doeh seine Auffassung dureh eine Reihe yon gewiehtigen Grtinden. Es gibt aber aueh bestimmte Anhaltspunkte, die daftir spreehen, den Bildungsort des Antiinsulins am Ort tier Insulinentstehung, also im Pankreas selbst, zu suehen. Dureh eine derartige Annahme wtirde es erkl~rt, dal~ bei der Darstellung des Insulins aus Pankreasgewebe gelegentlieh immer wieder aus nieht erklarbaren Grt~nden nieht blutzuekersenkende, sondern bhtzuekersteigernde Substanzen gewonnen werden kSnnen (Literatur bei Laqueur) . In neuerer Zeit haben E p s t e i n und Ro s en tha l festgestellt; dal~ das Trypsin im augeren Pankreassekret die Wirkung des Insulins in vivo und in vitro abschwaeht. Ohne so weir zu gehen, wie die genannten Antoren, kSnnte man es durchaus ftir denkbar halten, da6 ein Tell des im Pankreas gebildeten Antiinsulins dnreh das ~ul~ere Pankreassekret naeh augen abgegeben wird. Derartige Erwagungen haben niehts gemein mit der alten Hypothese yon De Dominie i s , dal~ das Insulin dureh den ~ulteren Pankreassaft

DOI: 10.1007/BF01862150

Cite this paper

@article{MeyerBisch2005AntiinsulinU, title={Antiinsulin und {\"a}u\ssere Pankreassekretion}, author={Robert Meyer-Bisch and Dorothee Bock and Willi Wohlenberg}, journal={Naunyn-Schmiedebergs Archiv f{\"{u}r experimentelle Pathologie und Pharmakologie}, year={2005}, volume={136}, pages={185-202} }