Alternative Geburtsmedizin Frauenfeld. Hintergründe und erste Ergebnisse einer prospektiven Studie

Abstract

In Frauenfeld hatten wit 1990 damit begonnen, alternative Gebfirmethoden einzufiihren. AnlaB dazu waren potitische Wirren in einem Abstimmungskampf um eine sogenannte Hebammeninitiative, bei der uns erstmals bewuBt wurde, wie heflig in der Bev61kerung die Spitalgeburtsmedizin kritisiert wird. Die Initiantinnen der Hebammeninitiative warfen den Spit~ilem vor, die Gebgrenden zu bevormunden, ohne Mitspracherecht. Die Frauen seien den ~rzten und Hebanmlen ausgeliefert, wiirden in sterilen Gebfirzimmem festgehalten und mit unn6tiger Technik und Interventionen/iberfallen. Die Vorwiirfe machten uns betroffen und wit entschlossen uns, gemeinsam mit allen an der Geburtshilfe beteiligten Medizinalpersonen innerhalb und auBerhalb unseres Spirals Rahmenbedingungen ftir eine natiirliche Geburtshilfe zu schaffen. Um die Sicherheit und Gefahren unserer alternativen Geburtsmedizin zu fiberpriifen, starteten wir gteichzeitig eine groge prospektive Studie. Mit Hilfe ausffihrlicher Datenbogen erfassen wir seither vor, wS~end und nach der Geburt Wiinsche, ~agste, Schmerzen, Analgesie, Daten zur Geburtsleitung und verschiedene mfitterliche und kindliche Parameter bei unterschiedlichen Entbindungsarten. Die bisher erfaBten 3000 Geburten lassen zu vielen Fragen schon konkrete Aussagen zu.

DOI: 10.1007/BF02264812

Cite this paper

@article{Geissbuehler2005AlternativeGF, title={Alternative Geburtsmedizin Frauenfeld. Hintergr{\"{u}nde und erste Ergebnisse einer prospektiven Studie}, author={Verena Geissbuehler and Jakob Eberhard}, journal={Archives of Gynecology and Obstetrics}, year={2005}, volume={257}, pages={161-163} }