Allgemeines, einschl. VerkeHrsmedizin

  • Published 2005 in
    Deutsche Zeitschrift für die gesamte gerichtliche…

Abstract

| I I andbuch der a l lgemeinen Pathologie. Hrsg. yon F. Bf iCH~R, E. L~TT~RV~R, F . ROVL~T. Bd. 8 : Regula t ionen. Tell 2 : Neurovege ta t ive Regula t ionen . Bearb . yon H. ANTO~I, S. BORGI, F . F]~Y~T]~R, E. HE~ZOG, A. HoP~" und R. JVNG. Redig. yon F. BffCHN~. Ber l in-Heide lberg-New Y o r k : Spr inger 1966. V I I I , 475 S. u. 159 Abb. Geb. DM 240 , ; Subskr ip t ionspre is DM 192,-. H e r m a n n Amtoni : Elektrophysiologie peripherer vegetat iver Regula t ionen am Beispiel des I Ierzmuskels und der glat ten Muskulatur , S. 18--95. In der vorliegenden Abhandlung wird, wie der Autor selbst sagt, versucht, einen Einbliek in die bioelektrisehen Elementarvorg~nge an den Membranen sowohl einzelner Myokard-Fasern als auch an der glat~en Muskulatur zu geben. Die Studie gliedert sich in zwei groBe Abschnitte, yon denen sich der erste mit dem Herzmuskel, der zweite mit der glatten Muskulatur befal~t. Vorausgesehickt sind einige Vorbemerkungen zur Methode des intracellul~ren Potentialabgriffes mittels intraeellul~rer Mikroelektroden. Die wesentlichen elektrischen Grundtatsaehen wurden den entsprechenden Spezialabschnitten vorangestellt. Hierdurch wird der Leser in die Lage versetzt, sieh jeweils zun~chst die Grundlagen zu erarbeiten, die zum Verst~ndnis des Folgenden notwendig sind. Der Autor berficksichtigt die gesamte bisherige Forsehung auf dem Gebiet der Elektrophysio]ogie und tr~gt gleichzeitig eigene wichtige Untersuchungsergebnisse vor. Ffir den Herzmuskel erlaubt die intrace]lul~re Ab]eitung sowoM die Erregungsform des automatischen Gewebes yon der des Arbeits-Myokards zu unterscheiden als aueh prim~re Automatiezentren direkt als solehe zu erkennen. Es ergibt sich, dab die bioelektrischen Prozesse bei der peripheren vegetativen Steuerung der Herzt~tigkeit yon fundamentaler Bedeutung sind. Die Beobachtung des Erregungsablaufes an der einzelnen ~yokard-Faser hat dabei einen noch bis vor ku.rzem ungeahnten Einb]ick in die Angriffspunkte und Wirkungsmeehanismen der vegetariven Ubertr~gerstoffe ermSglicht. Dies ffihrte zu einer neuen Gliederung der vegetativen Nervenwirkungen, die jetzt mehr auf die Elementarmeehanismen ausgerichtet werden kann. Auf Einzelheiten kann hier wegen der Ffille der Befunde und Probleme nicht n~her eingegangen werden; hervorgehoben sei jedoch, d~l~ die neuesten Untersuchungen den Hinweis erlauben, dab die Not~al]-Funktion der sympathisehen Ubertr~gerstoffe am Herzen elektrophysiologisch definierbar ist und sieh ganz wesentlich auf den Schutz und die Bewahrung der spezifischen Funktionen bei reduziertem Membranpotential erstreckt. Aufgrund der vielf~ltigen organspezifisehen Differenzierung der glatten Muskulatur ist es sehwieriger, allgemeingfiltige Gesetze ihres bioelektrisehen Verhaltens zu formulieren. Aueh hier aber ist es gelungen, die morphologischen Ergebnisse fiber die vegetativ-nervSse Versorgung der glatten Muskulatur durch die moderne Elektrophysiologie zu objektivieren und zu differenzieren. Niemand, der sieh heute mit muskelphysiologisehen Problemen befaBt, dfirfte auf die neuen Methoden intracellul~rer Potentialabgriffe mittels intracellul~rer Mikroelektroden ganz verziehten kSnnen. Ffir jeden, tier sich fiber die Grundlagen der Elektrophysiologie peripherer vegebativer l~egulationen und fiber den neuesten Stand der Forschung auf diesem Gebiet n/s orientieren mSchte, bildet die vor]iegende fibersichtliche und klar gegliederte Studie ein vorzfigliehes Itilfsmittel. Darfiber hinaus gibt sie zahlreiche Anregungen zu weiterer Forsehungst~tigkeit. B. FORSr]~ (GSttingen)

DOI: 10.1007/BF01380853

Cite this paper

@article{2005AllgemeinesEV, title={Allgemeines, einschl. VerkeHrsmedizin}, author={}, journal={Deutsche Zeitschrift f{\"{u}r die gesamte gerichtliche Medizin}, year={2005}, volume={62}, pages={1-7} }