159. Zur Pathogenese und operativen Korrektur der Kamptodaktylie

  • Hanno Millesi
  • Published 2007 in Langenbecks Archiv für klinische Chirurgie

Abstract

An der Station fiir Plastische und Wiederherstellungsehirurgie der I. Chirurgisehen Universit~tsklinik in Wien warden 17 F~lle mit Kamptodakty]ie einer eingehenden klinisehen Analyse unterzogen. Es lag bei diesen F~]len eine Verkiirzung der gesamten Weiehtefle der Volarseite vor, ohne dab innerhalb des Gewebes der Vo]arseite ein pathologisehanatomisches Substrat ffir die Kontraktur gefunden werden konnte. Eine Verkfirzung der Weichtefle der Volarseite kann an einem Finger auch dann zustande kommen, wenn die Streekung des Fingers aus irgendeinem Grunde gesehw~eht ist und dadureh der Finger in Beugestellung steht. Die Schrumpfung der Weiehtefle der Volarseite w~re dann nieht als Ursache, sondern als Folge aufzufassen. Auf Grund dieser Arbeitshypothese wurden bei 7 Patienten an acht tt~nden die Streckaponeurose der betroffenen Finger freigelegt. Es fanden sieh tats~eh]ieh Ver~nderungen innerha]b der Streekaponeurose, die eine Erkl~rung f/it die Fehlste]lung der Finger boten. Im Liehte dieser Befunde muB die Korrektur tier Kamptodaktylie daher in erster Linie an der Streekaponeurose ansetzen und die Streckung im pro~malen Interphalangealgelenk verbessern. Erst in zweiter Linie sind die sekund~r gesehrumpften Weichteile der Volarseite zu verl~ngern. Bei alien naeh diesen Riehtlinien operierten F~Hen yon Kamptodaktylie konnte die Fehlstellung vollkomm en behoben oder wesentlich gebessert werden.

DOI: 10.1007/BF02659407

Cite this paper

@article{Millesi2007159ZP, title={159. Zur Pathogenese und operativen Korrektur der Kamptodaktylie}, author={Hanno Millesi}, journal={Langenbecks Archiv f{\"{u}r klinische Chirurgie}, year={2007}, volume={319}, pages={888-888} }