12. Nerventransplantation: Überbrückung eines Defektes des Nervus ulnaris mit einem lyophilisierten und desantigenisierten homologen Transplantat

Abstract

Naeh VerSffentlichung yon 2 erfolgreichen Transplantationen 1 (Nervus ulnaris und Nervus medianus) mit homologen lyophflisierten Nerven Anfang des Jahres 1970 haben wir (bis 1.3. 1971) bei 53 Patienten (die Ausf~lle bestanden his zu 11 Jahren) insgesamt 58 gleichartige Transplantationen bis 13 cm L~nge durchgeffihrt, wobei in allen F~llen gleichzeitig eine Tubulisation mit lyophilisierter homologer Dura effolgte. Es handelt sich um 13 Transplantationen am Nervus medianus, 16 am Nervus ulnaris, 6 am l~ervus radialis, 1 am Nervus ischiadicus, 6 am Nervus peron~us, I am l~ervus femoralis, 5 am Armplexus und um 10 in einer Sitzung durchgeffihrte Transplantationen an mehreren Nerven (meist Nervus u]naris und medianns kombiniert). Bei kcinem dieser Fglle traten postoperativ Unvertr~glichkeitsreaktionen bzw. WundheilungsstSrungen aufi Aul3er den bereits verSffentlichten 2 erfolgreichen Transplantationen gelangten bisher weitere 15 F~lle zur Nachuntersuchung. Obwohl einige dieser Patienten die theoretisch zu errechnende Restitutionszeit (bei Zugrundelegung einer t~gliehen Restitutionsstreeke yon 2 ram) noch nicht erreicht haben, wurde bei allen kliniseh und elektromyographisch bereits eine weitgehende Restitution registriert (Tab. 1). Die Beurteflung der Funktionsriickkehr ergab bei 14 nachuntersuchten Patienten ein gutes und bei 3 Patienten ein befriedigendes Ergebnis. Bei keinem der Patienten fehlte die Restitution. Der Film zeigt cinen 25j~hrigen Fatienten (Programmiercr) mit einem kompletten Ulnaris-Ausfall nach 7 Monate vorher effolgter Verletzung im distalen Unteramdrittel rechts. Der preoperative klinische Befund am Patienten, der an seinem Arbeitsplatz nicht mehr eingesetzt werden konnte, wird demonstriert. Die bei der Operation am Nerven erhobenen Befunde und die angewendete Technik bei der Einfiigung eines 50 mm langen Transplantates, sowie die dann durchgeffihrte Tubulisation mit lyophilisierter Dura werden gezeigt. Bereits 120 Tage nach der Operation war eine fast komplette motorische und sensible Restitution des Ulnaris-Ausfalles eingetreten. Nach Wiedererlangung seiner Arbeitsfiihigkeit ist der Patient bei seiner manuellen T~tigkeit am Arbeitsplatz zu sehen.

DOI: 10.1007/BF01770772

Cite this paper

@article{Jacoby200512N, title={12. Nerventransplantation: {\"{U}berbr{\"{u}ckung eines Defektes des Nervus ulnaris mit einem lyophilisierten und desantigenisierten homologen Transplantat}, author={William Jacoby and Rudolf Fahlbusch and B. Mackert}, journal={Langenbecks Archiv f{\"{u}r Chirurgie}, year={2005}, volume={329}, pages={1180-1180} }