Über einen Fall von Stirnhirnverletzung

  • Bruno Müller
  • Published 2006 in Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten

Abstract

Der Verletzte ist der im Jahre 1883 geborene Maurer M. Seine Familienanamnese ist belanglos. Nach Aussage der Ehefrau, mit der er seit 1910 verheiratet ist, war M. vor seiner Verwundung geistig regsam, intelligen L lebhaft in der Unterhaltung, las sehr gern Bficher und Zeitungen, war Mitglied yon Vereinen, interessierte sich ffir Tagesfragen, sang gem. Seine Briefe waren lang, ausffihrlieh und interessan~. Er hatte nieht getrunken und nur m/iBiggeraucht. ~ i e heftig, sondern stets von gleichm~Big freundlichem Wesen, zeigte er viel Interesse und Liebe ffir seine Famflie, in deren Kreise er gern weilte. Noch im Mai 1916 war Pat. auf Heimatsurlaub und zeigte keine Ver~nderung in seinem Wesem Sein Ged/ichtnis war immer gut, seine Sprache yon normaler Lebhaftigkeit und Betonung. Im Gesichtsausdruck zeigte sich nie etwas Auffallendes. Sein Gang war aufrecht und straff. Geschlechtskrank ist M. hie gewesen. Er hat aktiv gedient, wurde 1912 Unteroffizier und rfickte 1914 ins Feld. Hier wurde er am 14. Oktober 1916 durch Gewehrschul~ am Kopfe verwundet.

DOI: 10.1007/BF02548393

Cite this paper

@article{Mller2006berEF, title={{\"{U}ber einen Fall von Stirnhirnverletzung}, author={Bruno M{\"{u}ller}, journal={Archiv f{\"{u}r Psychiatrie und Nervenkrankheiten}, year={2006}, volume={64}, pages={206-224} }