Über die Stöchiometrie von Gallocyaninchromalaun mit Desoxyribonukleinsäure

Abstract

Ffir den quantitativen histoehemischen Naehweis yon Nukleins/iuren im Gewebe stehen bis heute nur zwei gesieherte Methoden zur Verffigung: die UVMikrospektrophotometrie (CAsPERSSON 1950, SA~D~IT~ER 1958) ffir beide Nukleins/~uren (Ribonukleins~ure: I~NS, Desoxyribonukleinsaure: D N S ) u n d die Feulgen-Reaktion ffir DNS (PoLLIST~a 1952). Beide Methoden haben gewisse Naehteile. Die Photometrie im UV-Lieht ist z .B. an eine gro[~e, kostspielige Apparatur gebunden und die Absorption der Proteine kann sieh stSrend bemerkbar machen (vgl. SA~DaITT~l~ 1958), w/~hrend bei der Feulgen-Reaktion die mangelhafte Reproduzierbarkeit einen begrenzenden Faktor darstellt (Farbung in einem Arbeitsgang). Es hat daher nieht an Versuehen gefehlt, andere Farbreaktionen quantitativen Erfordernissen anzupassen. Insbesondere die basischen Farbstoffe kamen hierffir in Frage, zumal diese mit der Darstellung der Phosphatgruppen der Nukleinsauren eine wertvolle Erg~inzung zu den beiden anderen Methoden darstellen. Es ist unseres Eraehtens eine niemals zu vernaehlassigende Forderung der quantitativen Histoehemie, dal~ die Mel~ergebnisse m6gliehst mJt mehreren, voneinander unabh~ngigen Methoden fiberprfift werden sollten. Die Basophilie des Gewebes (EHRHCH 1877, BETHE 1905) wird seit der Entdeekung der Nukleins~uren dutch MIESCI~ER (1897) auf eine salzartige Bindung zwisehen den Phosphatgruppen und dem Farbstoffkation zurfickgefiihrt (MIC~A~LIS 1902, 1947), obwoh] aueh andere saure Gewebskomponenten in Konkurrenz treten kSnnen. Von allen bisher auf eine st5ehiometrische Verbindung mit Nukleins~uren hin untersuchten Farbstoffen (KuRI~ICK 1950, SZIRMAI U. Mitarb. 1960, 1963, DEITCH 1963) sehien der Farbstoff Galloeyaninehromalaun (GC) (EII~AI~SON 1932, 1951, LAGERSTEDT 1948, STE~A~ 1954) am besten geeignet. Gegenfiber anderen Farbstoffen war mit einer weitgehenden Spezifit£t zu rechnen, da bei einem pH Yon 1,64 Proteine kaum in Konkurrenz treten, zum andern ist die F~rbung schon yon BEc~E~ (1921) ~ls progressiv erkannt worden. EI~A~so~ und seine Schiller (EI~Anso~ 1932, 1933, 1935, 1951, EI~A~so~ u. Mitarb. 1939, 1955, K~OG~ u. Mitarb. 1954, OnAM 1954) haben des 6fteren auf den qnantitativen Charakter der Fgrbung hingewiesen, ohne aber einen Beweis daffir antreten zu k6nnen. Wir haben uns seit 1952 (SA~DRITTER 1952 a, b und c) mit GC besch~ftigt und in in vitro-Versuchen die StSchiometrie mit RNS und DNS nachzuweisen versucht (SA~D~IT~E~ u. Mitarb. 1954, DIEFE~BAC~ U. Mitarb. 1955). Dabei

DOI: 10.1007/BF00736394

Cite this paper

@article{Sandritter2004berDS, title={{\"{U}ber die St{\"{o}chiometrie von Gallocyaninchromalaun mit Desoxyribonukleins{\"a}ure}, author={Walter Sandritter and G{\"{u}nter Kiefer and Wirnt Rick}, journal={Zeitschrift f{\"{u}r Zellforschung und mikroskopische Anatomie Abt. Histochemie}, year={2004}, volume={3}, pages={315-340} }