Über den Schweffelstoffwechsel der Pflanzen II

Abstract

Wi~hrend fiber den Umsatz des Stickstoffs in den Pflanzen eine fast unfibersehbare Ffilte von Untersuchungen vorliegt, ist d er Stoffweehsel des Schwefels nur wenig bearbeitet, obwohl doch Schwefel ein ebenso unentbehrlicher Baustein der EiweiBe ist. In diesem verschiedenen Interesse, das Stickstoff und Schwefel bet den Pflanzenphysiologen gefunden haben, /~uBert sich die anregende Wirkung der Agrikulturchemie ~uf die botanische Forschung. Du der Stickstoff oft in ungeniigender Menge im Boden vorh~nden ist, ist seine grebe Bedeutung fiir den Stoffweehsel sehon friih eindringlich deutlich geworden. Der Schwefel abet, der den Pflanzen meist in geniigender Menge zur Verffigung steht, blieb unbeachtet, sofern seine Mlgemeine Rolle in Frage kommt. Allein die Sehwefe]spezi~listen unter den ~utotrophen und heterotrophen Bakterien haben wegen ihrer Sonderstellung die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich gelenkt. CZAPEKs WorSe (Bd. I l I , S. 171) gelten in gewisser Weise auch heute noeh: ,,Da in den h6heren Pflanzen der Sehwefel meist in Form des Sulfations zur Aufnahme gelangt und in den Proteinstoffen nur SH-Gruppen vorkommen, so muB allgemein aueh hier eine Sulfatrednktion stattfinden. Ober diese Prozesse, die sich natiirlieh aueh in den nieht chlorophyllhaltigen Pflanzen abspielen miissen, ist noeh nieht das mindeste bek~nnt,." Nun hat die Physiologie der Sehwefelverbindungen in den letzten Jahren dadureh ein besonderes lnteresse auf sieh gelenkt, als gezeigt werden konnte, (tab die im Eiweig vorhandenen reduzierten organisehen schwefelhaltigen Stoffe oder deren Abk6mmlinge tds Aktivatoren und P~ralyst~toren der Fermente eine grebe Rolle spielen (Cystein, Glutathion usw.). Dadurch wurde (tie Forschung erneut, a uf (tie allgemeinen Probleme des Sehwefelumsatzes hingewiesen. Und so reihten sich an die alten klassisehen Arbeiten yon NCltULZE, BERTHELOT USW. neuere, yon deneu wir vet allem <lie yon NI(IIITINGALE, (~I~THRIE u n d [HEIsERIOH erw~hnen w<>llen. Aueh mlsere Arbeiten wurden dureh <tie fast; vOllige Unkenntnis yon der Entste, hung und der Dissimilation jener Iebenswiehl+igen Akt:ivatoren angeregt und bereits tin Botanisehen Inst i tut zu Halle im Ja.hre 1933 begonnen (vgl. MOTHES und SPF~CHT). Unsere 0bersiedehmg naeh

DOI: 10.1007/BF01909091

Cite this paper

@article{Mothes2005berDS, title={{\"{U}ber den Schweffelstoffwechsel der Pflanzen II}, author={Kurt Mothes}, journal={Planta}, year={2005}, volume={29}, pages={67-109} }