Über den Kohlehydrathaushalt bei experimentellem Wundstarrkrampf

Abstract

Die erste Gruppe unterscheidet sieh in ihrem klinisehen Verlauf nieht wesentlieh yon der akuten diffusen Glomerulonephritis, wie Mr sie unter Friedensbedingungen zu sehen gewohng sind. Die Dureh. bh~tungsst6rung auf dem Boden einer renalen and allgemeinen GefgBkontraktion naeh VO~HA~ beherrseht das klinische Bild. Bei tier zweiten Gruppe mi t -dem yon Anfang an bestehenden hoehgrad~gen nephrotischen Syndrom t r i t t die DurehblutungsstSrung zuriick. Es steht im Vordergrund eine ausgesproehene PermeabilitgtsstSrung bei vielleicht herabgesetzter, aber im ganzen doch noeh leidlieh guter Durchblutung. Beide Gruppen kSnnen sich selbstverstgndlich kombinieren. At~eh _ARNOLD ~-ertritt eine ~hnliche Ansehammg. Er spr icht yon einer , ,hypertonisehen Fo rm" and yon einer ,,reinen 0demerkrankung" . Auf die Auffassung yon F~[R ,der die Feldnephritis als serSse Entziindtmg ansieht, sei besonders verwiesen. Die ~7on ]~ANDE~.AT~ trod mir vertretene Au.ffassung hat auch eine gewisse prgktische Bedet~tung. }Va, hrend bei der in Friedenszeiten zu beobachtenden diffusen Glomerulonephritis dt~rch Hinzutreten des ,,nephrotischen Einsehlags", also; dann, wenn die DurehbI~tungsstSrung der Glomeruli bereits .lgngere Zeit bestanden hat, die Prognose ffir eine restlose Ausheihmg meist an. giinstiger w i rd , zeigt die Feldnephritis aueh in den Fallen, die mi t dem nephrotischen Syndrom begannen, eine relativ gfinstige Prognose. Solange die Durehblutung der Gl~meruli noeh einigermagen erhalten ist, wirkt sieh die frfihzeitig auftretende PermeabilitgtsstSrung nieht so ungfinstig aus, als wenn gleiehzeitig noeh eine stgrkere Drosselung der Gefgge besteht oder vorausgegangen ist. Fiir die Behandlung kommt es also in erster Linie darauf an, m6gliehst frfihzeitig die gest6rte Durehblutung wieder zu beseitigen, bzw. ihr t I inzutreten zur Permeabilit~tsstSrung zu verhindern. Dies gesehieht bekannt]ieh am besten d~reh die yon VO~ARD in die Therapie eingeffihrten Htmger-Durst tage.

DOI: 10.1007/BF01635614

Cite this paper

@article{Staudinger2005berDK, title={{\"{U}ber den Kohlehydrathaushalt bei experimentellem Wundstarrkrampf}, author={Hj. Staudinger}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={24}, pages={16-17} }