Über den Einfluß des Brutzyklus auf die Scheitelfedermauser der Brandseeschwalbe(Sterna sandvicensis)

Abstract

K u r z e M i t t e i l u n g e n Ober den Einflu~ des Brutzyklus auf die Scheitelfedermauser der Brandseeschwalbe (Sterna sandvicensis). Bekanntlich mausern Brandseeschwalben die schwarzen Federn ihrer Kopf~tatte friiher als die anderen europ~ischen Sterna-Arten, n:imlich noch w~hrend der Brutzeit, iffs Ruhekleid um. Auch bei den ihnen nahe verwandten nordamerikanischen KSnigsseeschwalben, Sterna (= Thalasseus) maxima, konnte diese Erscheinung beobachtet werden (E. & V. STgESEMANN 1966). In einer Brandseeschwalbenkolonie kann man zu gleicher Zeit stets VSgel in sehr unterschiedlich fortgeschrittenen Mauserstadien antreffen. In der Brutkolonie auf der Seevogelschutzinsel Langenwerder (Wismar-Bucht, Ostsee) beobachtete ich wRhrend der Jahre 1969 und 1970 das Einsetzen der Mauser bei den einzelnen VSgeln, um mSgtiche Beziehungen zum Brutzyklus feststellen zu kSnnen. Die AltvSgel, die in der Zeit yon Ende M:irz bis Mitte April am Brutplatz eintreffen und urn die Monatswende April/Mai mit der Eiablage beginnen, tragen das Brutkleid, also eine rein schwarze Kopfplatte. Mit fortschreitender Brutdauer etwa ab Mitte Mai zeigen sich dann abet bald einzelne weige Federn auf Stlrn und Scheitel vleler Brandseeschwalben, in Ausnahmef:illen au& schon vor dem 10. Mai (am 7. Mai hatte ein vierj:ihriger Vogel, zwei Tage nach dem Legen, zwei kleine weii~e Stirnflecken).

DOI: 10.1007/BF01687275

Cite this paper

@article{Nehls2005berDE, title={{\"{U}ber den Einflu\ss des Brutzyklus auf die Scheitelfedermauser der Brandseeschwalbe(Sterna sandvicensis)}, author={Hans Wolfgang Nehls}, journal={Journal f{\"{u}r Ornithologie}, year={2005}, volume={112}, pages={230-231} }