Über den Diatomeennachweis im Knochenmark der Wasserleichen

Abstract

empfohlenen chemisehen Methoden zum Naehweis des Ertrinkungstodes sind prinzipiell den gleichen Fehlerquellen und Unsicherheiten im Itinblick auf die SehluBfolgerungen unterworfen wie sie bereits bei den physikalischen Methoden er6rtert worden sind. Nach den Angaben yon GL~STE~ seheint die nach der Best immung des ChloridgehMts durch die Lungen in den kleinen Kreislauf gelangten Wassermengen sogar noch gr6Ber zu sein als oben iibersehlagsmggig berechnet wurde. Immerbin dfirften die chemisehen Verfahren insofern einer Uberprfifung wert sein, Ms insbesondere die Chloridbestimmung mit gewShnlichen Laboratoriumsmitteln durchfiihrbar ist und weniger apparat iven Aufwand erfordert als das yon den meisten physikalischen Untersuchungsmethoden zu gelten hat. Zusammen/assend w~re festzustellen, dab die verlgglichste Methode zur Feststellung des Ertrinkungstodes auch bei faulen Wasserleichen der Diatomeennachweis ist. Die physikalischen und chemischen Verfahren mfissen im Ostseeund im Braekwasser wegen der geringen Ionenst~rkedifferenzen zwischen Blur und Ertrinkungsfliissigkeit bzw. wegen des ghnlichen Chloridusw. Gehaltes versagen. Andererseits gestat ten die publizierten Leitfghigkeits-, Gefrierpunkterniedrigungsund Brechungszahldifferenzen eine Berechnung der Verdiinnung des Lungenblutes. I-Iiernach mfiBten dem LungenMut bei den erwghnten Fiillen bis zu 15 % Ertrinkungsflfissigkeit zugemischt worden sein. Diese Zahl wfirde den im Tierversuch erhaltenen Ergebnissen ann~hernd entsprechen.

DOI: 10.1007/BF00575855

Cite this paper

@article{Tamska2004berDD, title={{\"{U}ber den Diatomeennachweis im Knochenmark der Wasserleichen}, author={Dr. med. Lorand Tam{\'a}ska}, journal={Deutsche Zeitschrift f{\"{u}r die gesamte gerichtliche Medizin}, year={2004}, volume={51}, pages={398-403} }