Über das Wesen der „Latenz“ des Herzmuskelelementes

Abstract

g e h e m m t sind. U n t e r der Wi rkung des Chloroforms, des Coffeins, aber auch der l~nger anha l tenden E r w ~ r m u n g n i m m t das Lac tac idogen paral le l mi t der Anh~ufung der Milchs~ure ab and die Phosphors~ure n i m m t ebenso zu wie die Milchs~ure. Die Vera t r in , , con t rac tu r" , 87 sie HARTREE und HILL nn te r such ten und die M~'ZERHOF als ein ek la tan tes Beispiel einer Cont rac tur anfiihrt , bel der t ro tz anscheinend max ima le r MilchsXurebildung die Phosphors~ure n ich t v e r m e h r t zu sein braucht , geh6rt wohl n ich t iii unsere Bet rachtung, da es sich hier f iberhaupt n ich t u n eine ehemische Contractur , sondern um eine modif izier te Zuckung handett . Der Paral te l ismus des Verhal tens von Phosphors~ure und Milchs~ure zeigt sich auch darin, daB da, wo keine Milchs~urevermehrung festzustel len ist, wie bei der Con t rac tu r mi t Acetylcholin, auch keine A b n a h m e des Lactac idogens vorhanden ist. ]3eim A m m o n i a k liegen die Dinge folgendermal3en. In den spii teren Stadien haben wir aueh hier den Paral le l ismus von Lac tae idogenabnahme and Milchs~iureanh~ufung. Zu Beginn aber, i n S t ad ium der zunehmenden Verkfirzung, n i m m t das Lac tac idogen zu. W~ire seine Menge unver~indert, so k6nnte m a n viel le icht sagen, dal3 die geringe, zur Verkt i rzung n6t ige Spa l tung n ich t mel3bar ist oder daB zu ]3eginn der Ammoniak wi rkung die Res t i tu t ion noch einigermaBen funktioniere. Da seine Menge aber zunimmt, , so kann m a n an eine Lactac idogenspa l tung in diesem S t a d i u m eigentl ich f iberhaupt n icht mehr denken. Wenn nun auch die Anfangsverkf i rzung -und es ist hier nur von dieser die Rede durch Bi ldung von MilchsXure an den Verkf i rzungsor ten ve ru r sach t wird, wie es MEYERHOF postul ier t , und wenn die Milchs~ure wirkl ich nu r aus dem Lac tac idogen abs t ammt , dann ist es in der T a t schwer erklSMieh, wie zu einer Zeit, da das Lac tac idogen zun immt , Milchs~ure sich abspal ten soli. Man mfiBte denn annehmen, daB 1Viilchs~urebildung durch Lae tac idogenspa l tung einerseits, Lac tac idogenaufbau aus P h o s p h a t und K o h l e n h y d r a t anderersei ts vone inander unabh~ngig und nebene inander verlaufen. SchlieB!ich e rhebt sich hier na turgem~B die wicht ige Frage, ob die Theor ie von der Rol le des Lactac idogens in ihrer bisherigen F o r m zu Reeh t bes teh t oder einer Erg~nzung bedfirfe. Dieses zentrale P rob lem kann hier nat i i r l ich nur berf ihr t werden; auch wird es durch unsere Un te r suchungen n ich t entscheidend beleuchtet . DaB es f iberhaupt Cont rac tu ren auch ohne S/~urebildung gibt, wie die durch Acetylchol in bedingte , wiederhol t ja auch MEYERHOF, und dami t schon erweist sich die Schwier igkei t oder r ieht iger die Unm6gl ichkei t , Mie Cont rae turen auI eine Formet zu bringen. Es ist schwierig, im R a h m e n einer kurzen schriI t l ichen Diskussion eine klare Vers t~ndigung auI diesem immerh in kompl iz ie r ten Gebiete zu erzielen. Dennoch hoffen wir, daB diese uns selbst h6chst lehrreiehe Er6 r t e rung auch eines allgemeinen Wer tes ffir die Kl~rung der hier vor l iegenden Probleme n ich t entbehre.

DOI: 10.1007/BF01736214

Cite this paper

@article{Schellong2005berDW, title={{\"{U}ber das Wesen der „Latenz“ des Herzmuskelelementes}, author={Fritz Schellong}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={3}, pages={1447-1448} }