Über Explosions- und Schallschädigungen im Kriege

Abstract

Es wird über 46 Fälle mit Explosions- und Detonationsschädigungen berichtet. Die Hörprüfungen ergaben in der Regel eine konzentrische Einengung des Tongehörs. Auf die Pathogenese der Hörstörungen wird eingegangen. Bei den Gehörschäden nach moderner Waffeneinwirkung kann es sich um periphere, retrolabyrinthäre oder auch zentrale Störungen infolge einer Commotio oder Contusio cerebri handeln. Es waren sowohl periphere wie zentrale Vestibularisstörungen nachweisbar. Bei 22 auf den Liquorzuckergehalt untersuchten Kranken fanden sich in sämtlichen Fällen erhöhte Zuckerwerte. In 14 neurologisch untersuchten Fällen war bei 13 Kranken neben der Hörstörung eine Commotio oder Contusio cerebri festzustellen. Als Behandlung wird die Lumbalpunktion, intravenöse Traubenzuckerbehandlung und Bettruhe empfohlen.

DOI: 10.1007/BF01587041

Cite this paper

@article{Seiferth2005berEU, title={{\"{U}ber Explosions- und Schallsch{\"a}digungen im Kriege}, author={Prof. Dr. L. B. Seiferth}, journal={Archiv f{\"{u}r Ohren-, Nasen- und Kehlkopfheilkunde}, year={2005}, volume={152}, pages={180-190} }